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Abschied aus der Schellingstraße
Das Studentinnenwohnheim geht nach Renovierung an neuen Träger
München. "Im Leben geht es darum, das Loslassen zu lernen. Wir erleben alle immer wieder Abschiede und Neuanfänge. Letztlich ist das eine Frage des Vertrauens", betonte P. Marinus Parzinger beim Abschiedsgottesdienst der Schwesterngemeinschaft am 12. September. "Wir in der Pfarrei St. Joseph werden es merken, dass Sie nicht mehr da sind", bedauerte er als Pfarrer der Gemeinde, zu deren Gebiet das Studentinnenheim in der Schellingstraße gehörte. Am Abschiedsgottesdienst nahmen nicht nur die scheidenden fünf Schwestern teil, sondern auch Schwestern, die früher im Studentinnenwohnheim tätig waren, die Mitarbeiterinnen im Haus und P. Peter Linster SJ, der dem Haus durch wöchentliche gemeinsame Gottesdienste verbunden war. Von Seiten der Provinzleitung waren Provinzoberin Sr. Angela Fries und ihre Stellvertreterin Sr. Elisabeth Kampe erschienen.

Provinzoberin Angela Fries dankte allen für ihren intensiven Einsatz für die Studentinnen. "Junge Frauen konnten während des Studiums hier in Ruhe lernen und günstig leben. Darüber hinaus waren Sie in unzähligen Fällen so etwas wie der 15. Nothelfer in vielen persönlichen Problemen."
Das Studentinnenwohnheim schließt zum 30. September seine Pforten. Unter der Trägerschaft der Don-Bosco-Schwestern wird mittelfristig wieder Wohnraum für Studenten entstehen. Zuvor muss das Gebäude allerdings grundlegend renoviert werden. Dann wird es sogar neben Einzelzimmern kleine Apartments für junge studentische Familien geben (wir berichteten). "Das war unsere Option für den Verkauf", erklärt Sr. Angela Fries. "Und das ist uns auch gelungen."
Von den bisher noch fünf in der Schellingstraße tätigen Schwestern wird Sr. Lucia Schuler ins Zentrum Maria Ward an die Pforte versetzt. Die Schwestern Aniceta Karl, Bertholda Niederberger, Petra Steinbüchler und Edelburga Stimmer gehen nach München-Nymphenburg. Sr. Bertholda wird sich von dort aus weiter in dem Integrationsprojekt für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache engagieren. (rif)
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